Der Dirigent

Seit Oktober 2012 hat der Musikverein „Lyra“ Reinsfeld einen neuen musikalischen Leiter: Fabian Gilles, ein gebürtiger Hermeskeiler, der seit 2009 in der Ahlbertstraße wohnt, nur einen Steinwurf von der Reinsfelder Kulturhalle entfernt, wo die Proben und die Jahreskonzerte des Vereins stattfinden.

Erstmals mit einem Musikinstrument konfrontiert wurde Gilles Anfang der achtziger Jahre. Bei Alfred Bauer, dem damaligen Dirigenten der Hermeskeiler Stadtkapelle, nahm er Unterricht an Klarinette und Saxophon. Zusätzlichen Feinschliff brachte die Schulung am Conservatoire de Musique in Luxemburg. Aus dieser professionellen Ausbildung resultierte die mehrfache erfolgreiche Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“.

1984 erfolgte der Einstieg in die Stadtkapelle Hermeskeil, der Gilles bis heute angehört. Zuvor spielte er bereits im Schulorchester des Gymnasiums Hermeskeil, hier auch in diversen Bläserensembles. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Es folgten Auftritte mit der Schulband des Gymnasiums Hermeskeil, verschiedene Musical- und Big-Band-Aktivitäten sowie das Mitwirken in einigen Rock- und Funk-Formationen. Dabei rückte immer öfter ein weiteres Instrument in den Vordergrund, das Fabian Gilles meisterlich beherrscht: Der Elektrobass. Seit 2000 ist Gilles auch Mitglied im Symphonischen Blasorchester St. Wendel.

Seinen Dirigentenlehrgang absolvierte Gilles von 2004 bis 2006 beim BSM im saarländischen Ottweiler. Zurzeit dirigiert er auch noch die Spielgemeinschaft Otzenhausen-Sötern und das Ausbildungsorchester des Musikvereins Braunshausen. Mit einigen Jugendorchestern und weiteren Musikvereinen hat er schon beachtliche Erfolge erzielt und erfolgreich an Wertungsspielen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände teilgenommen.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die vielen Jugendlichen, die Fabian Gilles ausgebildet hat. Auch seine Lebensgefährtin Nicole Thielen, die beim Musikverein Reinsfeld für den Flötennachwuchs verantwortlich ist, hat schon etlichen Musikerinnen den Weg zu einem erstrebenswerten Hobby geebnet. Man kann also durchaus von einem Glücksfall sprechen, dass sich die beiden für den Wohnort Reinsfeld entschieden haben.